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Podcasts für Unternehmen – Hilfestellung für den Anfang

17. November 2021
Podcasts für Unternehmen - Tipps & Hilfestellungen für den Anfang

Was es beim Erstellen eines internen Podcasts zu beachten gilt

Wenn ein Podcast für das Unternehmen realisiert werden soll, stehen viele Verantwortliche zunächst vor der Frage, wie fange ich an? In diesem Beitrag geben wir Tipps und Hilfestellungen für die Planung und Umsetzung von internen Podcasts in Unternehmen. Wir haben 8 Tipps für den Anfang zusammengestellt, die den Start Ihres internen Podcasts erleichtern sollen.

1. Welche Anrede wähle ich für meine Zuhörer:innen?

Wie möchte ich die Zuhörer:innen meines Podcasts ansprechen? Du? Sie? Ihr? Alle drei Formen der Anrede haben ihre Berechtigung. Auch eine Vermeidung der direkten Ansprache der Hörer:innen ist denkbar und wird praktiziert. Diese eignet sich jedoch nur, wenn der unternehmenseigene Podcast in Dialogform aufgezeichnet wird.

Während die direkten Anredeformen persönlicher sind, kann man bei der Vermeidung der direkten Ansprache eine Entscheidung über Du oder Sie, Singular oder Plural umgehen.

Ein Anhaltspunkt für die Wahl der Anrede ist die im Unternehmen praktizierte Anredeform. Wenn im Unternehmen alle bis in die Führungsetagen geduzt werden, sollte diese Form der Anrede auch im internen Podcast beibehalten werden. Aber auch wenn Führungskräfte gesiezt werden, ist die Du-Anrede der Hörer:innen im Podcast vertretbar. In Interviewsituationen kann die Interviewpartnerin bzw. der Interviewpartner dann weiterhin gesiezt werden. Der Wechsel zwischen dem “Du” bei der Ansprache der Hörer:innen und dem “Sie” innerhalb des Interviews stellt dabei kein Problem dar.

Herrscht im Unternehmen dagegen eine strikte Siez-Kultur, sollte diese Form auch im Podcast beibehalten werden. Führungskräfte, die es gewohnt sind, die Belegschaft in Ansprachen und dergleichen zu siezen, sollten dies auch im Podcast tun.

Häufig besteht auch Unsicherheit darüber, ob die Hörer:innen einzeln oder als Gruppe angesprochen werden sollen. Unser Tipp dazu: Stellen Sie sich vor, Sie würden den internen Podcast in Form eines Live-Vortrags in der Firma halten – Wie würden Sie ihr Publikum ansprechen? Genau diese Form der Anrede empfehlen wir auch für Podcasts in Unternehmen.

Egal, wie Sie sich entscheiden, wichtig ist am Ende nur eines: Bleiben Sie Ihrer Linie treu.

Gleiches gilt auch bei der Frage, ob in Podcasts für Unternehmen gegendert werden sollte. Wenn es im Unternehmen eine Richtlinie bzw. Empfehlung dazu gibt, sollte sich an diese auch im Podcast gehalten werden. Wenn nicht, sollte das Thema vorher übergreifend geklärt und dann stringent umgesetzt werden.

2. Content Strategie und Redaktionsplan

Wir haben es bereits in unserem letzten Blogartikel bzw. im Podcast mit Think Beyond thematisiert: Es braucht eine Content Strategie.

Grundlegende Fragen, die mit der Content Strategie beantwortet werden müssen sind: 

  • Über was möchte ich reden? 
  • Welche Ziele verfolge ich mit meinem internen Podcast? 
  • Welche Podcast Formate möchte ich produzieren?

Entscheidend für den Erfolg von Podcasts in Unternehmen ist außerdem, dass regelmäßig und ausreichend Inhalte veröffentlicht werden. Insbesondere, wenn das Medium Podcast neu im Unternehmen eingeführt wird, ist diese Regelmäßigkeit ungemein wichtig. Um das zu gewährleisten ist ein Redaktionsplan hilfreich.

Ein Redaktionsplan sollte folgende Fragen beantworten:

  • Welche Themen möchte ich behandeln? 
  • Wann soll welche Folge erscheinen? 
  • Wie lange soll der Podcast werden? Wird es Gäste geben? 
  • In welchem Status (geplant, erstellt, Review nötig, veröffentlicht usw.) befinden sich die einzelnen Folgen?

Je nach Podcast Format kann es hilfreich sein, in sich abgeschlossene Staffeln mit bspw. 5 oder 10 Episoden zu planen. Das schürt keine falschen Erwartungen. Bezüglich der Themenauswahl können Sie bspw. auch Ihre Mitarbeiter:innen befragen.

3. Den Zeitaufwand nicht unterschätzen

Wenn Podcasts für Unternehmen eingeführt werden, wird der Ressourcenbedarf häufig unterschätzt. In der Folge herrscht sowohl bei den Verantwortlichen als auch bei den Führungskräften Unzufriedenheit. 30 Minuten Podcast nehmen mit Konzeption, Vorbereitung, Aufnahme, Schnitt und Veröffentlichung je nach Erfahrung und Qualitätsanspruch mindestens 4 bis 6 Stunden in Anspruch. Stellen Sie also sicher, dass Ihnen ausreichend zeitliche (und ggfs. finanzielle) Ressourcen zur Verfügung stehen und Ihr Engagement auch gewürdigt wird.

4. Die Struktur der Folgen

Eine klare und gleichbleibende Struktur der Podcasts (zumindest innerhalb einer Serie) hilft, den Zeitaufwand bei der Produktion zu reduzieren. Außerdem erzeugen Sie so einen Wiedererkennungseffekt bei den Hörer:innen.

Stellen sie jeder und jedem Interviewpartner:in am Ende des Gesprächs die gleichen drei Fragen. Unterteilen Sie jede Folge in die gleichen, wiederkehrenden Kapitel. Verwenden Sie immer die gleichen Sound Elemente. 

5. Die Aufnahme: Umgebung, Vorbereitung & Equipment

Aus einer schlechten Aufnahme, kann man keine gute machen. Deshalb gilt es, bereits bei der Aufnahme so sauber zu arbeiten, damit im Nachgang nicht mehr allzuviel nachzubereiten ist. Suchen Sie sich einen ruhigen und gedämpften Raum und machen Sie das Fenster zu. Achten Sie auf potentielle Quellen von Störgeräuschen und stellen Sie Ihr Handy mindestens lautlos. Hängen Sie ggfs. ein Schild an die Tür, damit Sie nicht gestört werden.

Auch die Stimme kann und sollte auf die Aufnahme vorbereitet und aufgewärmt werden. Es empfiehlt sich, den Podcast nicht früh morgens oder am späten Abend aufzunehmen, da die Stimme dann häufig nicht mehr in ihrer besten Verfassung ist. Achten Sie auch darauf, vor der Aufnahme genug zu trinken, so vermeiden Sie störende Schmatzlaute während der Aufnahme (die sich später schlecht bis gar nicht herausfiltern lassen).

Den größten Einfluss auf die Qualität der Aufnahme hat natürlich das Mikrofon. Aber keine Angst: Für die ersten Gehversuche mit Podcasts im Unternehmen müssen Sie nicht gleich hunderte Euro für Equipment ausgeben. Ein gutes USB Mikrofon, wie bspw. das Rode NT-USB sind bereits für unter 150 € zu haben. Außerdem benötigen Sie bei USB Mikrofonen kein zusätzliches Audio Interface (Vorverstärker als auch A/D-Wandler sind bereits integriert). Selbstverständlich sind Podcast Aufnahmen auch über das Smartphone möglich. Allerdings sollten Sie hier mindestens ein Headset, besser ein externes Mikrofon verwenden. Für das iPhone gibt es hier bspw. das Shure MV88, mit dem wir gute Erfahrungen gemacht haben. 

6. Post Production

Nach der Aufnahme Ihres Podcasts geht es an die Nachproduktion oder Post Production. Dazu gehören Schnitt, Hinzufügen von Jingles etc., die Nachbearbeitung der Aufnahme usw. Für die Nachproduktion gibt es eine Menge an (kostenloser) Software und entsprechende Tutorials im Internet. Sehr beliebt und kostenlos ist Audacity, welches sowohl für Windows als auch für Mac und Linux verfügbar ist. Der Aufwand bei der Nachbearbeitung variiert je nach Erfahrung und Qualitätsanspruch. Unterschätzen Sie aber den Aufwand nicht.

Generell sollten Sie aber überlegen, die Post Production in professionelle Hände zu geben, bspw. bei einem Dienstleister. Mit hearo Productions bieten wir Ihnen maßgeschneiderte Dienstleistungen rund um die Planung, Konzeption, Aufnahme und Nachbearbeitung Ihres Podcasts. Sprechen Sie uns also gerne an.

7. Podcast im Unternehmen bewerben

Interne Podcasts für Unternehmen sind für die meisten Mitarbeiter:innen ein neues Medium. Darüber hinaus bespielen Sie mit dem Audiokanal einen zusätzlichen Kommunikationskanal, an den sich die Belegschaft zunächst gewöhnen muss. 

  • Welchen Mehrwert liefert mir der neue Kanal? 
  • Was darf ich von den internen Podcasts erwarten? 
  • Wieso soll ich mir zusätzlich zu den bestehenden Kanälen Podcasts anhören? 

Diese Fragen müssen Sie beantworten. Informieren Sie Ihre Kolleg:innen über den Sinn und Zweck und bewerben Sie das neue Medium, bspw. im Intranet oder auch ganz klassisch offline. 

8. Distribution des Podcasts: mobile Verfügbarkeit sicherstellen

Einer der häufigsten Gründe, warum Podcasts für Unternehmen scheitern ist, dass die Mitarbeiter:innen ihn nicht wahrnehmen. Die im vorherigen Punkt angesprochene Werbung für das neue Medium ist eine Maßnahme. Besonders entscheidend für den Erfolg Ihres internen Podcasts ist die Distribution. Podcasts sind ein mobiles Medium und müssen auch als solches konsumiert werden können. Eine reine (und oftmals umständliche) Veröffentlichung im Intranet führt allzu oft dazu, dass Podcasts in Unternehmen kaum gehört werden. Bedenken Sie, dass Ihre Mitarbeiter:innen auch bei internen Podcasts den Komfort erwarten, den sie als private Podcast Konsument:innen gewohnt sind.

Mit hearo bieten wir Unternehmen eine Softwarelösung, mit der sie interne Podcasts einfach, sicher und komfortabel hochladen, hosten und verteilen können. Dabei haben Ihre Mitarbeiter:innen von überall aus Zugriff auf die unternehmenseigenen Podcasts – auch mobil, über die hearo App.

Lernen Sie hearo in einer kostenlosen und unverbindlichen Demo-Session kennen. Wir freuen uns auf Sie!